30.09.2020 | Aktueller Sachstand: Bauarbeiten dauern länger

Nach der Betonage der Brückenplatte am Autobahnkreuz Mainz Süd haben sich an der neuen Platte oberflächige Risse gebildet. Derzeit wird die Ursache des Schadens untersucht. An der Schadensbeseitigung wird mit Hochdruck gearbeitet. In der Folge wird der Verkehr auf das neue Brückenbauwerk im Frühjahr 2021 umgelegt, statt wie ursprünglich geplant im Spätsommer.

Die Baustelle besteht aus zwei getrennten Bauphasen. In der ersten Bauphase wurde die südliche Autobahnbrücke in Fahrtrichtung Bingen-Frankfurt im November 2017 abgerissen und dann mit dem Neubau begonnen. Die Unterbauten (Tiefgründungen, Fundamente, Widerlager und Stützen) sind hergestellt. Im Frühjahr dieses Jahres wurden die Stahlträger auf die Widerlager aufgelegt. Ende Juni wurde die Fahrbahn auf die Träger aufbetoniert. Auf dieser Brückenplatte wurden nun oberflächige Risse festgestellt, die beseitigt werden müssen, bevor die erste Bauphase erfolgreich abgeschlossen werden kann.

In der zweiten Bauphase soll das nördliche Bauwerk in Fahrtrichtung Frankfurt-Bingen abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt werden. Der Abbruch wird derzeit vorbereitet. Die zweite Bauphase kann jedoch erst beginnen, wenn die A 60-Brücke in Fahrtrichtung Bingen nach Frankfurt fertiggestellt ist. Sobald ein aktualisierter Bauzeitenplan vorliegt, wird der LBM Worms, Projektbüro Mainzer Ring, darüber informieren.

Die Bauarbeiten für den Ersatzneubau von zwei parallel liegenden Straßenbrücken im Autobahnkreuz (AK) Mainz-Süd haben im Frühjahr 2017 begonnen. Das bautechnisch anspruchsvolle Projekt muss unter laufendem Autobahnverkehr abgewickelt werden. Die A 60 hat eine durchschnittliche Verkehrsbelastung in diesem Bereich von bis zu 90.000 Fahrzeugen pro Tag in der Summe beider Fahrtrichtungen. Die A 63 zwischen dem Autobahnkreuz Mainz-Süd und der Anschlussstelle Klein-Winternheim hat eine Verkehrsbelastung von bis zu 75.500 Fahrzeugen pro Tag.

Beschreibung der Baumaßnahme

Das Autobahnkreuz Mainz-Süd (AK MZ-Süd) wurde Mitte der 1960iger-Jahre gebaut. Im AK MZ-Süd wird die A 60 höhenfrei über die kreuzende A 63 geführt und beide Autobahnen miteinander über Rampen verbunden.

Der Zustand von Brücken ist nach der DIN 1076 regelmäßig zu prüfen. Bei den Brückenbauwerken im Bereich des AK MZ-Süd wurde im Jahr 2015 erneut ein "nicht ausreichender Zustand" festgestellt. Bereits bei vorangegangenen Untersuchungen zu Möglichkeiten einer Sanierung zeigte sich, dass mit Blick auf den großen Umfang an Investitionen und der damit trotzdem nur geringen Verlängerung der Restnutzungsdauer eine Sanierung der Bauwerke nicht wirtschaftlich ist. Infolgedessen werden Ersatzneubauten erforderlich.

Die Herausforderung bei der baulichen Umsetzung des Ersatzneubaus ist die weitestgehende Aufrechterhaltung des Verkehrs; beide Autobahnen sind hoch frequentiert (A 60 rd. 100.000 Fahrzeuge pro Tag und A 63 rd. 80.000 Fahrzeuge pro Tag).

Die Planung für den Ersatzneubau sieht eine Verlängerung der Bauwerke um rund 28 m vor. Damit verbunden ist eine Verlegung / Anpassung der Zu- und Abfahrtsrampen.

Warum die Verlängerung?

  • Durch die Verlängerung weisen die neuen Bauwerke gegenüber dem Bestand statisch günstigere und damit nachhaltigere Eigenschaften aus.
  • Im Weiteren wird im Zusammenhang mit dem Ausbau der A 60 zwischen der Anschlussstelle Mainz-Finthen und dem Autobahnkreuz Mainz-Süd eine Optimierung der Rampen erfolgen. Hierfür ist ein Rückversetzen der heutigen Brückenwiderlage notwendig.

 

Sachstand Bauprojekt (Stand: Januar 2020)
Seit Sommer 2017 laufen die Bauarbeiten für den Ersatzneubau von zwei parallel liegenden Straßenbrücken im Autobahnkreuz (AK) Mainz-Süd. Für die bestehenden Autobahnbrücken aus dem Jahr 1965 war wegen der Art und des Umfangs der vorhandenen Bauwerksschäden eine Sanierung unwirtschaftlich.

Die Bauabwicklung läuft in zwei getrennten Bauphasen. In der ersten Bauphase wurde die südliche Autobahnbrücke in Fahrtrichtung Bingen-Frankfurt abgerissen. Sie wird von Grund auf neu gebaut. Die sogenannten Unterbauten (Tiefgründungen, Fundamente, Widerlager und Stützen) sind fertig gestellt.

In den kommenden Wochen werden im Bereich des Autobahnkreuzes die im Stahlwerk bei Göttingen gefertigten Stahlträger der neuen Brücke an Ort und Stelle bearbeitet. Auf die Stahlträger werden sogenannte Schaltische gebaut, auf denen jeder Stahlträger an der Oberseite eine Betonergänzung/Betonplatte erhalten.

Die Bauphase eins wird im Sommer abgeschlossen. In der zweiten und letzten Bauphase wird dann das nördliche Bauwerk in Fahrtrichtung Frankfurt-Bingen abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. Die Behelfsbrücke wird im Sommer 2020 abgebaut.

Nach heutiger Baudisposition soll das neue nördliche Bauwerk der zweiten Bauphase in 2021 unter Verkehr gehen. Danach werden sich noch Straßenbauarbeiten im Umfeld des Autobahnkreuzes anschließen, die im Laufe des Jahres 2021 abgewickelt werden.

Baukosten

Die Baukosten belaufen sich auf rund 15 Mio. Euro.

Bauzeit

Baubeginn: Ende Juni 2017 mit Einrichtung der Baustellensicherung

Bauende: voraussichtlich Frühjahr 2021

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